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Wetter: 15°C-24°C, wolkig mit etwas Sonne

Teilnehmer: 43 Personen

Organisation: Inge und Werner Fessel

Um 07:15 Uhr war in Pollenried unsere Wandergruppe komplett, und wir fuhren ohne nenneswerte Verkehrsstörungen über die A3 zum Nürnberger Kreuz, dann auf dem sog. Frankenschnellweg Richtung Bamberg und nach Scheßlitz. Von dort ging es, etwas kompliziert und eng durch Dörfer mit den typisch fränkischen Fachwerkhäusern, nach Roschlaub, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung.

Bevor wir den steilen Flurweg zur Hohen Metze hinaufstiegen, erfreute die Fotografen ein Feld mit Mohn-und Kornblumen.

Nach ca. 20 Minuten genossen wir den Ausblick von der Metze ins Frankenland. Unser Blick reichte über Bamberg mit seiner markanten Altenburg bis in den Steigerwald.

Aber auch die Flora bot viel: Mauerpfeffer, Wiesensalbei, Waldvögelein und Ehrenpreis erfreuten die Hobbybotaniker.

Bequem ging es auf der Hochfläche durch blühende Wiesen weiter Richtung Krögelhof. Dort wartete vorsorglich unser Busfahrer, aber die Maßnahme war überflüssig.

Um 12:15 Uhr erreichten wir die Küpser Linde(n), an diesem Dienstag gehörte uns der Aussichtspunkt ganz alleine, und jeder genoss Brotzeit und Fernsicht gleichermaßen.

Nachdem Hunger und Durst gestillt waren, gab es etwas geistige Nahrung.

Die Küpser Linde war früher ein bedeutender Schnittpunkt eines Wegenetzes auf  der Frankenalb, das schon in der Bronzezeit benutzt wurde. Im frühen Mittelalter war er Mittelpunkt dreier Burganlagen (Possenberg, Dornig, Graiz). Im Hochmittelalter reisten hier die Andechs-Meranier durch auf dem Weg von Coburg über Lichtenfels nach Scheßlitz (Giechburg). Noch bis 1860 führte hier der Postweg vorbei und versorgte einmal wöchentlich die entlegenen Dörfer der Frankenalb. Unser nächstes Ziel waren die frühmittelalterlichen Wallanlagen auf dem Possenberg, der genau vor uns lag. Mit der Linde im Rücken ging es wieder durch blühende Wiesen.

Drei Wallanlagen waren zu bewundern. An der vorderen Spitze des Bergsporns ging's steil hinab und dann wieder steil bergauf zurück zur Linde.

Auf dem Dornigrücken wanderten wir weiter, vorbei an Hügelgräbern, zur Dornigspitze mit einer weiteren Wallanlage und einem atemberaubenden Blick Richtung Maintal. (Von links nach rechts: Eierberge, Steglitz, Banzerberg, Staffelberg, Spitzberg und Alter Staffelberg).

Schließlich ging es steil hinab nach Stublang, und in der kleinen Brauerei Dinkel überraschte uns Werner mit einem süffigen fränkischen Bier.

An der Döritz entlang waren es nur wenige Minuten zum Bus, Gott sei Dank, denn etliche Wanderer hatten ihr Sixpack Bier zu schleppen.

Unser Busfahrer brachte uns nach Oberlangheim in den Gasthof "Zum Löwen" zur Schlusseinkehr mit typisch fränk. Gerichten und Brotzeiten.