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Wetter: 18°C, stark bewölkt, Nieselregen bis starker Regen.

Teilnehmer: 42 Personen

Organisation: Inge und Werner Fessel

Die Voraussetzungen für diese Bergwanderung waren grottenschlecht. Den Wetterbericht, den wollte man lieber garnicht lesen und der Verkehrsstau vor München kostete uns eine Stunde unserer wertvollen Wanderzeit. Da wir aber ohnehin nicht den Teufelstättkopf besteigen konnten, spielte das keine Rolle. Trotzalledem kam dann doch noch eine zufriedenstellende Tour heraus, aber nur weil unsere Senioren sich nicht unterkriegen lassen. Im Regen kamen wir in Oberammergau an, und alle verpackten sich in ihre Regenbekleidung.

Mit dem Sessellift gondelten wir bequem 440Hm hinauf zur Kolbensattelhütte.

Der Regen ging in Nieselregen über, und wir waren froh, dass wir einen Teil der Regenbekleidung wieder in den Rucksack verstauen konnten. Nun wanderten wir gemächlich auf einem Höhenweg (Kofelsteig) durch den Wald, und dort wo die Ausblicke auf den Teufelstättkopf, Peißenberg und Raisting sein sollten, waren nur Dunst und Wolken. Aber den Senioren wurde nicht langweilig. Wenn sie schon nichts in der Ferne sahen, so fanden sie Interessantes in der Nähe, und so manche Tragtasche füllte sich mit Steinpilzen.

Nach einer Stunde erreichten wir den Wirtschaftsweg zum Pürschlinghaus und nun ging's eine halbe Stunde steil bergauf, bis endlich die Hütte in Sicht kam.

Wir wurden gut verpflegt, und die Stimmung war hervorragend.

Aber es half alles nichts, wir mussten wieder hinaus in den Regen. Von der Terrasse konnte man die Ammergauer Berge erahnen, der Latschenkopf war gut zu sehen.

Eine kleine Gruppe Enzianer wanderte auf dem Anstiegsweg wieder zurück zum Sessellift, die anderen wagten den Abstieg über den Plattenberggrat zur Langenthalalm.

Mit einem letzten Blick zurück aufs Pürschlinghaus ging's auf reichlich matschigem Almweg vorbei an dem Ausläufer des Teufelstättkopfmassivs

und immer auf der Suche nach Pilzen

hinunter zur Langenthalalm.

Die ersten 300Hm hatten wir geschafft, die nächsten 300Hm waren dann einfacher.

Kurz vor Unterammergau stiegen wir durch die Schleifbachklamm, vorbei an Wasserfällen und der Schleifmühle, wo früher die Wetzsteine für Sicheln und Sensen hergestellt wurden.

Am Ausgang der Klamm überraschte uns noch ein Wolkenbruch, aber der Bus und der Gasthof "Schleifmühle" waren nicht mehr weit entfernt. Bei Apfelstrudel mit Eis und Sahne oder einer deftigen Brotzeit, klang dann der Wandertag feuchtfröhlich aus.