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Mountainbike Woche in der Rivera des Peleponnes, 30.04. – 07.05.2016

Ende April sind wir, eine 14-köpfige Gruppe, zu einer MTB Reise auf den Peleponnes aufgebrochen. Unter Führung von Uli Dotter erkundeten wir die Gegend auf ausgedehnten Tagestouren. Für einige (wenige) Nicht-MTBler in der Gruppe  gab es die Möglichkeit für interessante Wanderungen.

Die Anreise erfolgte für die meisten am Sonntag per Flug nach Kalamata. Unser Stützpunkt für die Woche  war das Hotel Colonides in Vounaria, ca. 40 Autominuten südlich vom Flughafen Kalamata in der Nähe von Koroni. Nachdem die Gruppe durch den verspäteten Flug erst gegen 23:00 im Hotel ankam, blieb es am ersten Abend bei einem mitternächtlicher Begrüßungswein. Am nächsten Tag wartete ja bereits die erste MTB Tour.

Am Montag wurden dann nach einem ausgiebigen Frühstück auf der Terrasse des Hotels mit Meerblick die Leihräder in Empfang genommen. Die Räder erwiesen sich als „Topmaterial“ in sehr gutem Zustand (die Räder waren jedenfalls nicht schuld an diversen technischen Stopps, die in der Woche eingelegt werden mussten – dazu später im Bericht mehr), so dass es von nun an keine Ausreden mehr gab und die erste „Einrolltour“ in Angriff genommen werden konnte.
Die erste Tour ging also bei perfektem Wetter – das uns die Woche über ohne Unterbrechung begleiten sollte - über traumhaftes Gelände über 15 km zunächst nach Koroni mit Blick auf den verschneiten Elias (2407 m) und dann nach einigen kurzen, aber bissigen Anstiegen zu einer Burg, die wir besichtigt haben. Nach einer griechischen Brotzeit im Kafenion bei „Takis“ am Hafen von Koroni ging es entlang der Steilküste mit atemberaubender Aussicht zurück nach Vounaria.

Im Hotel gab es noch die Möglichkeit für das tägliche Entspannungsprogramm mit Baden wahlweise im Pool oder im Meer oder einfach nur Sonnenbaden, das von jedem je nach Vorliebe genutzt wurde. Am Abend spazierten wir dann ca. 700m zu unserer Taverne „Peroulia“ direkt am Strand, wo uns jeden Abend ein leckeres griechisches Abendessen und Wein serviert wurden. Ein gelungener Abschluss am Ende jeden Tages.

Den Dienstag begannen einige der Gruppe bereits früh morgens mit einer Stunde Yoga unter Anleitung bei herrlichstem Wetter auf der Terrasse des Hotels mit Blick aufs Meer. Aus Solidarität mit der Yoga-Gruppe erschienen auch Pit und Dirk immer schon pünktlich zum Frühstück, um die Yoga-Gruppe zumindest mental zu unterstützen.

Nachdem sich dann alle ausreichend gestärkt hatten, brachen wir zur 2. Tour auf und Uli führte uns durch ein einsames, dicht bewachsenes Tal mit etlichen Bachquerungen, an deren Ende wir noch durch eine enge Felsschlucht fuhren und auf schmalen Pfaden den historischen Ort Mistraki erreichten. Von dort ging es weiter nach Jamia, wo in der Taverne „Mouria2“ die Wirtin mit einem kühlen Bier auf uns wartete. Anschließend fuhren wir weiter nach Chrisokellaria und über einen atemberaubenden Downhill, stets das Meer vor Augen, über Caharkopio, wo wir die letzte Rast einlegten, zurück zum Hotel.

Die Tour am Mittwoch führte uns nach Vasilitsi über den Strand von Faneromeni mit einem Abstecher Richtung Kap Akrtitas, zum Strand nach Zapi. Wie auch bei den ersten beiden Touren fuhren wir auch hier dank Ulis exzellenter Ortskenntnisse völlig allein durch einsames, wildes Gelände. Fehlende Wegmarkierungen stören uns nicht, da Uli die Routen bestens geplant hat. Und wenn wir doch einmal die Abzweigung verpasst haben, weil die Route „im Prinzip, theoretisch“ richtig war, aber eben nur theoretisch, schadet dass der super Stimmung in der Gruppe überhaupt nicht, weil Uli uns schnell wieder auf den richtigen Weg zurück führte.

Heute fordern die wilden, ursprünglichen Wege auch erstmals ihren Tribut und wir können die ersten Plattfüße melden. Es kristallisieren sich in der Gruppe jedoch sehr schnell erfahrene Pannenhelfer heraus, so dass der Schlauchwechsel rasch erledigt ist. In den Folgetagen kann das Pannenteam noch oftmals seine Fähigkeiten unter Beweis stellen, wobei am letzten Tag die Wechselzeiten denen bei der Formel 1 schon sehr nahe kommen. Was will man auch erwarten, wenn, wie bei unserem Pannenkönig Andreas 10x (!!) in der Woche ein platter Schlauch gewechselt werden musste. Nach ca. 50 km und 1200 Hm erreichten wir wieder unser Hotel.

Am Donnerstag blieben die MTB‘s im Keller und wir fuhren zunächst mit dem PKW zur Bucht von Navarrino, nahe Pylos. Dort starteten wir eine Wanderung zum Paleokastro (eine venezianische Befestigungsanlage) mit herrlichem Ausblick  über die Burgmauer und durch eine schmale Lücke in der Mauer in leichter Kletterei, an der Höhle des Nestor vorbei, zur pittoresken Bucht von „Voidokilia“. Hier testeten Anton, Alfred und Harald die Wassertemperatur. Nach einer Pause am wunderschönen Strand ging es zurück zum Hotel.

Am Freitag stand wieder eine MTB Tour auf dem Programm. Wobei  sich die ersten bereits eine Pause gönnten, um sich der kleinen aber feinen Wandergruppe anzuschließen. Die „Wassertour“ führt uns durch die bekannte Schlucht vom Dienstag nach Finikounda. Wieder ging es über völlig einsame, oft kaum erkennbare Pfade in ein dschungelähnliches Bachtal. Nach der obligatorischen Pause mit Fix Bier und griechischer Brotzeit in Finikounda ging es weiter steil Bergauf nach Zitani und von dort über Nea Koroni zurück zum Hotel. Den Abend verbrachten wir diesmal in der Taverne von Jannis (Kirchenwirt) bei reichhaltigem Essen, begleitet von live gespielter griechischer Volksmusik.

Der Samstag brachte mit der Umrundung des Likodimon noch einmal ein Highlight in dieser Woche. Auch am letzten Tag ließ uns das Wetter nicht im Stich und wieder durften wir bei Sonne und blauem Himmel eine MTB Tour der Extraklasse genießen. Von den ursprünglich 11 Mountainbikern waren noch Pit, Harald, Andreas und Dirk übriggeblieben und so starteten wir nach einer kurzen Autofahrt nach Kokkino wieder unter der Führung von Uli zu unserer letzten Tour. Nachdem uns Uli noch schnell bei der Wirtin für den Nachmittag fürs Essen angemeldet hatte, ging es wieder völlig einsam nach Kalochori, von dort einen steilen Anstieg zu einer Burgruine und einsam weiter zum Weiler Tripes. Nachdem bei Andreas Rad mehrfach Schlauchwechsel angesagt war, verkürzten wir die Tour etwas und kamen nach ca. 50 km und 1200 Hm pünktlich zurück nach Kokkino, wo die Wirtin uns mit einem köstlichen 3-Gänge Menü verwöhnte.

Nach einem wunderschönen letzten Abend in unserer Taverne Peroulia hieß es dann am Sonntag Abschied nehmen. Der Vormittag wurde für ein Bad im Meer oder einen letzten Gang zum Markt genutzt und nach einem gemeinsamen Frühschoppen traten wir am Nachmittag die Heimreise nach Deutschland an.

Es war eine erlebnisreiche Reise mit wunderschönen MTB Touren und es sei an dieser Stelle noch einmal Uli und seiner Frau Adele vielmals gedankt für die Organisation und für die Betreuung vor Ort.

Dank Uli durften wir das ursprüngliche Peleponnes auf einsamen, teilweise wilden Trails kennenlernen. Wunderschöne Buchten und Strände, die wir mit dem MTB erreichten, sorgten für viel Abwechslung und machten aus dieser Woche eine rundum gelungene Reise.
Vielen Dank Uli.

Dirk Eichloff