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Wetter: 10 - 24°C, morgens Sonne, am Nachmittag einige Schauer

Teilnehmer: 53 Personen

Organisation: Helga und Hans Hommer

Gegen 9:45 Uhr trafen wir uns am Eingang der Tegernheimer Schlucht. Alles war bestens organisiert, die Anfahrt für die Selbstfahrer wurde genau beschrieben und RVV-Wanderer wurden sogar von der Bushaltestelle abgeholt und zum Ausgangspunkt der Wanderung geführt.

Pünktlich um 10:00 Uhr begann der Ortsheimatpfleger, Herr Manfred Käufel, mit seiner Führung. Zuerst machte er uns mit der geologischen Bedeutung der Tegernheimer Schlucht vertraut.

Allgemein verständlich erklärte er an drei Gesteinsblöcken, Granit, Sandstein und Kalkstein, dass hier 3 geologische Großeinheiten unterschiedlichen Alters aneinander stoßen. Im Osten der Granit, im Westen der Kalkstein und in der Mitte der Sandstein.

Es lohnt sich wirklich den Geopfad in Ruhe nochmals zu durchwandern. Nach dieser Einführung bewegten wir uns nur ein kurzes Stück Weg und stoppten vor den Überresten der "Tegernheimer Sommerkeller", ein beliebtes Ausflugsziel im 19. Jahrhundert, aber auch unsere ältesten "Regensburger" schwelgten in Erinnerungen, denn gegenüber konnte man die Gebäude eines ehemaligen Hotels bewundern, in dem sich früher ein Tanzlokal befand.

Aber die Zeit drängte, weiter gings hinein in den Wald der Tegernheimmer Schlucht, vorbei an Tümpeln, die nie trocknenliegen und im Winter die Eisstockschützen anzogen.

Auffällig waren beim Aufstieg durch die Schlucht die Fahrrinnen des Fuhrwerkverkehrs von Tegernheim über Keilberg nach Grünthal (Altweg).

Bei der Marienkapelle (gestiftet von der Familie Kasimir Sobolewski), konnte man am Gegenhang sehr schön aufgeschlossen den Eisensandstein bewundern.

Schließlich erreichten wir den Ausgang der Schlucht und wir hatten freien Blick auf Keilberg.

In weitem Bogen ging's am Waldrand entlang, und wir kamen zu einer dolinenartigen Vertiefung im Boden. Untersuchungen ergaben aber, dass es sich dort um einen Bombentrichter aus dem 2. Weltkrieg handelt, und Herr Käufel erzählte uns die Geschichte, wie die ausgestellte Fliegerbombe auf ihren Sockel kam.

Unser nächstes Ziel war dann der Donaurandbruch mit einem herrlichen Blick hinab auf Tegernheim und ins Donautal.

Hier endete die Führung und wir kehrten über eine kleine Abkürzung zum Schluchteingang zurück. Weiter ging's durch Tegernheim zur Mittagseinkehr in das "Bauernhof - Café: Beim Hanza".

Den Nachmittag verbrachten wir mit einer gemütlichen Wanderung zur Almer Grube (bzw. Almer Weiher). Zwischen 1961-1976 wurde dort bis zu 5m Tiefe von der Firma Almer Kies gefördert. Heute ist der 250m breite und 2km lange "See" eine von der Gemeinde geduldete Freizeitanlage.

Am gegenüberliegenden Ufer konnte man die Kreuzhofkapelle entdecken, die als Geburtsstätte Österreichs betrachtet werden kann (Kaiser Barbarossa übergab dort den Babenbergern die Ostmark im Jahre 1156).

Nach diesen Ausführungen überraschten uns einige Regenschauer und wir begaben uns geschwind auf den Rückweg zur Endeinkehr in den Gasthof "Götzfried: Zum unteren Wirt". Ein herzliches Dankeschön geht an Helga und Hans, die diese informative Tour geplant und durchgeführt haben.