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Teilnehmer: 45 Personen

Organisation: Irene Kempf und Ida Spaeth

Sonntag, 27.05.18

Wetter: Sonne/Wolken windig

Gegen 06:00 Uhr verließen wir Regensburg, und da sonntags keine LKWs unterwegs sind, kamen wir ohne Stau um 11:00 Uhr in Neustadt i.d.P. an.

Da unsere Hotelzimmer noch nicht verfügbar waren, machten wir uns auf den Weg zur "Kleinen Herberge", wo wir gleich in die deftige pfälzer Küche (Saumagen, Leberknödel, Bratwurst und Sauerkraut) eingeweiht wurden.

Nach dem Mittagessen stand ein geführter Spaziergang durch Neustadt auf dem Programm. Pünktlich mit der Stadtführung kam auch das Gewitter, doch unsere Führerin gestaltete den Rundgang so spannend, dass uns das bißchen Regen überhaupt nichts ausmachte.

Wir schlenderten durch die Gassen mit ihren schönen Fachwerkhäusern und erfuhren viel über Geschichte, Brauchtum und Winzerwesen. Natürlich fehlte eine kleine Weinprobe nicht.

 

Montag, 28.05.18: Vier - Burgen - Weg

Wetter: sonnig und warm

Wanderführer: Reinhard Klotz

Mit unserem örtlichen Wanderführer Reinhard fuhren wir nach Nothweiler (ca.1h)

Vom Parkplatz aus sahen wir schon unser erstes Ziel, die Wegelnburg auf 572m, die höchstgelegene Burg der Pfalz. Dann ging es steil bergauf und, als wir die letzten Burgruinenstufen bewältigt hatten, wurden wir mit einer herrlichen Aussicht in den Wasgau, die Nordvogesen und das Rheintal belohnt.

Auf einem unbequemen Schotterweg stiegen wir hinab zur Grenze nach Frankreich, vorbei an schönen Buntsandsteinformationen,

und dann stand schon die Ruine Hohenburg zum Anstieg parat.

Die Ruine Löwenstein war das nächste Ziel und diese gab den Blick frei auf Fleckenstein, die letzte unserer vier Burgen.

Unterhalb dieser Burg gönnten wir uns eine kleine Mittagspause. Danach konnte jeder auf eigene Faust die Ruine erforschen. Man könnte dort stundenlang treppauf und treppab gehen bis man alles gesehen hat. Leider war die Zeit zu knapp.

Auf dem Köhler-Lehrpfad in umgekehrter Richtung wanderten wir hinüber zum Gimbelhof. Dort hätten wir uns gerne eine Weinschorle schmecken lassen, aber leider ist montags geschlossen, und der Bus brachte uns zurück ins Hotel.

Dienstag, 29.05.18: Hahnfelstour

Wetter: Sonne, 17-23°C

In Erfweiler beginnt der Weg hinter der Kirche und der Hahnberg mit Hahnfels war in einer Viertelstunde geschafft. Wir wurden mit einem herrlichen Blick auf Erfweiler und Umgebung belohnt.

Der Weg führte uns dann zum Schaffelsen.

und weiter steil bergauf zum Kahlenberg und Wasgaublick.

Auf schönem Waldweg wanderten wir auf einem Bergkamm weiter zum Burgmassiv Alt-Dahn zur Mittagspause und Burgbesichtigung.

Tapfer nahmen wir die Stufen hoch in den Burghof, und vom höchsten Turm winkten schon die ersten der Gruppe herunter.

Um da hochzukommen musste man schon Klettersteigerfahrung mitbringen,

der Blick auf die Burganlage ist einzigartig.

Von Alt-Dahn kehrten wir zurück nach Erfweiler und von dort zur Schlusseinkehr in die "Kleine Blume".

Mittwoch, 30.05.18: Kulturtag

Wetter: Sonne, 17-23°C

Reiseleitung: Frau Gabriele Schäffer

Bei schönstem Sonnenschein erwarteten wir unsere Reiseleiterin Frau Gabriele Schäffer im Hotelgarten.

Pünktlich um 09:00 Uhr verließen wir mit dem Bus Neustadt und fuhren an Hambach und dem Hambacher Schloss vorbei Richtung Rhodt. Aus dem Bus konnten wir einen Weinlehrpfad bewundern, und lernten wie, zurückgehend auf die alten Römer, seit dem 13. Jahrhundert bis Anfang des 20.Jahrhunderts, der Kammertbau zur Rebstockerziehung üblich war.

Viel erfuhren wir über die Maxburg (Hammbacher Schloss) und den Rietberg mit dem darunterliegenden Schloss Villa Ludwigshöhe, eine Sommerresidenz des Königspaar Ludwig I und seiner Frau Therese, die dort nach 1852 jeden 2.Sommer einige Wochen verbrachten.

Von dort ist man schnell in Rhodt, Therese damals mit der Kutsche, wir heute mit dem Bus. Zu fuß nahmen wir denselben Weg, den wahrscheinlich Therese genommen hatte. In der Theresienstraße bewunderten wir die blumengeschmückten Häuser, erfuhren viel über das Königspaar, über Gutshöfe und über den Rhodter Piff, der einen halben Liter misst.

Wir verließen Rhodt, aber vorher mussten wir uns durch die dort üblichen engen Verbindungsgässchen zwängen, und besuchten am Ortsausgang den ältesten Weinberg der Pfalz.

Danach hatten wir uns die Mittagspause im sehr schön gelegenen Marienhof verdient.

Dann fuhren wir weiter durch viele kleine Weindörfer über die deutsch/französiche  Grenze nach Wissembourg und machten einen wunderschönen Rundgang durch die Stadt.

Am Schluss besuchten wir noch den Ort Schweigen mit dem berühmten deutschen Weintor.

Es stammt aus der Zeit des dt. Nationalsozialismus und beherbergt auch eine Vinothek, in der wir uns noch vor der Rückfahrt zum Hotel einige Gläschen Wein schmecken ließen.

Donnerstag, 31.05.18: Dahner Felsenpfad

Wetter: 18-22°C, strahlendblauer Himmel

Dieser Tag war den wilden Felsformationen der Pfalz gewidmet. Am Wanderparkplatz "Dahner-Sportpark" wanderten wir in großer Gruppe (43 Personen) gleich bergauf ans erste Felsenmassiv.

Alle Felsen haben einen Eigennamen. Vom Büttelfels gings zum Theoturm am Lämmerfelsen

und schließlich zu Braut und Bräutigam.

Dann war unsere Morgenrunde beendet. Die Gruppe Enzian wurde von Heinz Weiß auf moderatem Weg zur Dahner PWV-Hütte (Pfälzerwaldverein) geführt.

Die Edelweißer mussten sich etwas mehr anstrengen. Gleich ging's wieder steil bergauf. Die Tour war gespickt mit Felsen und schönen Ausblicken. Am imposantesten waren Schiller- und Schwalbenfels.

Schließlich erreichten wir die Dahner PWV-Hütte und machten eine ausgiebige Rast. Zu den deftigen pfälzer Gerichten gab es natürlich hervorragenden Wein, und wem nach Kaffee und Kuchen war, der wurde auch nicht enttäuscht.

Felsig ging es weiter bis ins Tal und beim "FelsenGraf" gab's dann noch eine Schlusseinkehr.

Freitag, 01.06.18

Wetter: Sonne/Wolken 19°C

Wanderführerin: Frau Bergliot Sander

Nach einem heftigen Gewitter in der Nacht schien am Freitagmorgen doch wieder die Sonne, und wir fuhren mit dem Bus nach Annweiler.

Die Gewässer und Straßen waren alle rotgefärbt,

aber die Wege waren gut begehbar. Unser erstes Ziel war die Kaiserburg Trifels, die ihre Hochblütezeit unter Kaiser Barbarossa hatte.

Während sich die Gruppe Enzian länger auf Trifels aufhalten konnte, wanderte die Gruppe Edelweiß weiter zur Ruine Anebos mit schönem Blick auf Trifels.

Weiter gings zum Scharfenberg,

wiederum mit Blick auf Anebos und Trifels. Laut Wegweiser war es nicht mehr weit bis zur Klettererhütte zur Mittagseinkehr, aber nur laut Wegweiser...... Der Weg zog und zog sich dahin, immer bergauf und immer steiler, bis wir vor dem Rehturm standen.

Bergliot wusste genau, dass wir nach dem Mittagessen nicht mehr da hinauf gestiegen wären und baute den Turm geschickt vorher in die Tour ein. Bereut habe wir es nicht, denn die Aussicht war traumhaft.

Der Abstieg führte uns am Rehbrunnen vorbei und die Klettererhütte war auch bald in Sicht.

Nach dem Genuss der pfälzischen Küche wanderten wir zurück nach Annweiler, nicht ohne ein ordentliches Gruppenfoto unter der Trifels gemacht zu haben.

Nach einem Spaziergang durch Annweiler

bedankten wir uns bei unserer Wanderführerin.

Am Abend besuchte uns noch unser Wanderführer Reinhard Klotz im Hotel um sich zu verabschieden.

An diesem Morgen saßen all überpünktlich im Bus. Sergej brachte uns nach Hambach. Wir waren viel zu früh vorort, und standen praktisch vor verschlossenen Toren. Zunächst genossen wir die Fernsicht und Außenanlagen.

Dann wurden wir "eingekleidet".

und es konnte losgehen. Wir wurden umfassend informiert über das Hambacher Fest (1832), der erste wichtige Schritt auf dem Weg zur Demokratie in Deutschland. Schwarz-Rot-Gold wurde zum Symbol für Freiheit und Einheit, und die originale Hauptfahne, die an der Spitze des Festzuges getragen wurde, kann in der Ausstellung bewundert werden. Danach war eine klein Ruhepause von Nöten,

und am Bus schenkte Sergej noch einen Kaffee aus.

Schließlich machten wir uns auf die Heimreise. Genial führte uns Werner über Landstraßen am Stau bei Hockenheim vorbei, danach verlief die Fahrt reibungslos bis nach Regensburg.

Wir bedanken uns alle ganz herzlich bei Irene und Ida für eine gelungene und wunderschöne Wanderwoche in der Pfalz und hoffen, dass die beiden noch mehr Ideen auf Lager haben.