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08 3 Socca3 B Wastl

Unser erster gemeinsamer Treffpunkt war unser Ferienhaus in Kobarid, einem geselligen Örtchen nahe an der wunderschönen, türkisblauen Soca. Kobarid heißt übersetzt „Karfreit“, ital. Caporetto. Das ist wichtig, wenn man den geschichtlichen Hintergrund des Soca-Tals ergründen möchte. Rundherum um diesen schönen Natur-Schauplatz hat die „Schlacht von Caporetto“, die 12. Isonzoschlacht, 1917 stattgefunden. Diese Zeichen begegnen uns immer wieder auf unseren Mountainbike-Touren. Zum Einrollen visierten wir den Monte Jonas an, ein paar km und Hm, aber noch wenig technischer Anspruch an die Trails. Diese Tour geht zwischen Slowenien und Italien hin und her. Als Ausklang belohnten wir uns mit einem Bad im nahegelegenen Fluss Nadiza.
Am nächsten Tag wurden die Höhenmeter mehr und wir erklommen den Monte Stol über die Nordseite. Nach zwei Tourentagen legten wir eine aktive Pause in Form einer Wanderung rund um Kobarid ein. Ein Besuch eines Wasserfalls und einer Ausgrabungsstätte rundeten diese Wanderung ab. Ausgeruht folgte am nächsten Tag ein wirkliches Touren-Highlight dieser Woche, der Monte Matajur. Diese Tour punktet mit einer sehr abwechslungsreichen Auffahrt und einem mega-tollen Trail, dem Sentiero 736 vom Gipfel bis ins italienische Cepletischis. Ein unbedingtes Muss ist außerdem der Friedensweg zur Kapelle Bes. Diese wunderschöne Kapelle unterhalb des Krn-Gebirges wurde zur Erinnerung an die gefallenen Soldaten errichtet. Ein endlos scheinender Trail führt uns auch dort wieder hinunter ins Tal. Unsere letzte gemeinsame Tour ging zur Friedenskirche Javorca, auch diese wurde zum Gedenken an die Gefallenen errichtet. Im Anschluss gab es noch einen Café-Stopp in Tolmin. Mit dieser Tour endete unsere wirklich gelungene Trail- und Tourenwoche an der Soca. Insgesamt sind wir in dieser Woche 225 km und 6500 Hm geradelt.
 

Bericht und Foto: Bianca Wastl