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Von der Halle an den Fels

Klettern in der Halle und am Felsen:

Hallenklettern ist schon super. Aber bei uns, die sich Indoor die ers­ten schwierigeren Routen verdient hatten, stieg irgendwann die Lust auf einen „Griffwechsel“ – sprich: Ran an den echten Fels! Aber kann man sich das als Hallenkletterer einfach trauen? Logisch, man kann.Die DAV Sektion Regensburg hat hier einen Kurs, hörte man in der Halle. Also anmelden. Materialliste kam an, ein Klettersportausrüster freute sich und los ging es.Erstmal in die Halle. Kursbesprechung und kurzes Vorstellen. Schnell war klar, dass wir eine lustige Truppe sind.Mit unseren Kursleitern Peter Lang und Kathrin Hochmuth hatten wir ebenfalls die zwei Richtigen an unserer Seite. Beide alpinistisch sehr gut unterwegs und im Sportklettern dementsprechend fit.
Ab in die Halle:
Die Theorie mit den wichtigsten Knoten und Ausrüstungsgegenständen sehr kurz gehalten, ging es an die Wände bzw. an die kleinen Wände mit den Übungshaken. Es wurde geknöpfelt, umgefädelt und abgeseilt, mit einem kleinen Sturztraining zur Auflockerung, bis die Halle finster wurde.
Und es freute sich jeder auf die vorhergesagten 2 sonnigen Tage am Fels.
Auf nach Schönhofen:
Wetter für Anfang April wie bestellt, Sonne und 23° C, Packliste abgearbeitet im Auto. Wir rollen früh morgens Richtung Schönhofen. Hier wird uns beim Anfahren schon klar, das wird anders als in der Halle, denn man sieht die Felswände schon von Weitem.Angekommen stehen alle etwas nervös am Parkplatz, Peter und Kathrin treffen miteinem herzlichen Lächeln ein und es geht den Weg Richtung Labertalwand.Auf dem Weg eine Unterweisung, was beim Klettern umwelttechnisch zu beachten ist, um niemanden zu stören. Eine Erklärung der Symbole und Zeichen im Kletterführer und an der Wand, und wir sind da.Ausrüstung anlegen. Ganz wichtig „Helm auf“ und es geht an die Wand. Erstmal haben wir Fels in der Hand. Zwar nur ein wenig zum Kennenlernen beim etwas quer Bouldern, aber es fühlt sich toll an.
Es wird jetzt ernst:
Kathrin und Peter hängen uns mit eingespielter Routine zwei Toprope-Stationen ein und wir klettern los. Allen sieht man den Spaß an. Echt ein tolles Gefühl im Freien am Fels bei top Wetter.
Danach ging es wieder an die Kursinhalte mit richtiger Verwendung der Ausrüstung und das Umfädeln an den Umlenkern. Hier dauert es natürlich, bis alle an den Routen durch sind. Aber das Warten war Dank der lustigen Truppe nie langweilig.
Zweiter Tag am Fels:
Der zweite Tag wettertechnisch dem ersten in nichts nachstehend, eher noch sonniger und wärmer, steht gleich von Anfang an im Zeichen der weiteren Kursinhalte. Es geht los mit Abseilen. Erstmal noch am kleinen Übungshaken, dann wieder an den Routen. Hier dauert es natürlich wieder, bis alle durch sind. Jedoch kann man zwischendurch bereits mit dem Erlernten an den anderen Routen klettern. Hier kommt nun jeder auf seine Kosten. Es ist nachmittags 14:00 Uhr, die Sonne knallt an den Fels und es geht in die „Prüfungsrunde“. Jeder nochmal hoch im Vorstieg mit einmal Fädeln und einmal Abseilen. Hier den höchsten Respekt an Kathrin und Peter, die den ganzen Tag in der Felswand hängen bei wirklich knallender Sonne, und dennoch konzentriert beobachten, ob wir das von ihnen Erlernte richtig umsetzen. Es geht hier ja um unsere Sicherheit, in der wir uns in den Händen der Ausbilder auch immer wiegten.
Abschluss:
Nachdem nun zwei tolle Tage mit netten Leuten und tollen Ausbildern zu Ende waren, konnten wir uns über unsere bestandenen Prüfungen freuen.
Es fühlte sich auch nach der Abschlussbesprechung jeder in der Lage, weiterhin eigenständig am Fels zu klettern. Somit wurden die Kursinhalte optimal vermittelt.
Unsere Ausbilder weisen uns noch auf weitere Kurse hin, die wir uns noch anschauen könnten. Und klar mussten wir sagen, wir werden uns bestimmt nochmal wiedersehen.
Wirklich ein gelungenes Angebot!

Autor: Peter Raith

SK HF 01 Kletterkurs